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Fragen und Antworten zum Thema Rock-Ola Plattenmagazin

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Wie werden die Schallplatten im Magazin ausgewechselt?
I.d.R. befindet sich auf der Vorderseite des Mechanismus die Scan-Control-Box mit einem Hebel für drei Stellungen: ON - OFF - SCAN. Das ist der sog. Serviceschalter. Im Normalbetrieb muß er auf ON stehen. In der Mittelstellung OFF ist der Strom zum Mechanismus ausgeschaltet.

Die dritte Stellung SCAN ist hauptsächlich zum Plattenwechseln vorgesehen. Der Schalter rastet in dieser Stellung nicht ein; d.h. man muß den Schalter solange in diese Stellung drücken, bis das Magazin die gewünschte Position erreicht hat. Natürlich werden dabei keine Singles abgespielt.
Wichtig: nach dem Plattenwechsel den Schalter zurück auf ON zu stellen.

 

Reinigung des Plattenmagazin, 1438, 1448, 1454, 1458 u.a.
Boxen, die lange in Scheunen oder feuchten Kellern zubringen mußten, zeigen meist Rostansätze am Plattenmagazin.
Dieser Rost tritt besonders dort auf, wo die einzelnen Plattenmagazinlamellen "Noppen" besitzen, an denen die Platten im Magazin anliegen.
Diese "Noppen" sind nach langer Gebrauchszeit meist ohne Lack, weil die Platte beim Herausnehmen und Zurücklegen ins Magazin an diesen Noppen entlang schleift (meist läßt sich der Greifmechanismus über den Selectorschlitten nicht so genau justieren, daß keine einzige Platte bei Herausnehmen oder Zurücklegen nicht rechts oder links an einer Plattenlamelle entlang schleift)..
War also die Noppenoberfläche ohne Lack länger Feuchtigkeit ausgesetzt, dann bildet sich dort Rost.

Situation ohne Zerlegen des Magazin:
In mäßig erhaltenen Plattenmagazinen liegen nun die Platten genau an diesem Rost im Magazin an und beim Herausnehmen und Zurücklegen der Platte schleift diese am Rost entlang.
Man kann sich vorstellen, was da mit den Platten passiert........

Ich würde grundsätzlich empfehlen ein Metallplattenmagazin zu zerlegen, denn nur dann ist es wirklich an allen Stellen sauber und man kann sehen in welchem Zustand die Noppen sind.
Ich habe die einzelnen Plattenmagazinlamellen gereinigt, trocken gefönt, Fehlstellen im Lack ausgebessert (auch die Noppen entrostet und neu lackiert) und dann die ganze Lamelle mit Autowachs versiegelt.
Diese Arbeit ist schon eine "Strafarbeit" und recht mühsam, aber hat man es hinter sich, dann weiß man, daß mit dem Magazin wieder alles o.k. ist.

Beim Zerlegen des Magazins muß man sich z.B. die Position der 1. Lamelle am vorderen und hinteren Aluring kennzeichnen.
Nach Lösen der vier Bolzen, die den vorderen und hinteren Aluring zusammenhalten, klemmen die Lamellen immer noch fest in den beiden Aluringen. Hier gilt es ganz vorsichtig diese Aluringe auseinander zu klopfen.
Ich habe vor zwei Jahrzehnten mal vor lauter Ungeduld zu fest geklopft und dann brach mir eine Aluspeiche aus dem Ring. Also hier wirklich mit Geduld und Ruhe zu Werke gehen, denn manchmal sitzen die Lamellen wirklich bombenfest in den Nasen der Aluringe.

Auch der Zusammenbau ist ein Geduldsspiel, denn es müssen ja alle Lamellen in ihren zugehörigen Nasen im Aluring sitzen, bevor man die beiden Aluringe wieder miteinander verschrauben kann.

Bilder und Infos: Axel Rosenberger

Magazin einer 1458

 

Weitere Anregung:
Bei meiner 1448 habe ich dass Plattenmagazin ausgebaut und mit Nikotinreiniger eingesprüht, anschließend mit dem Wasserschlauch ausgespritzt, danach mit Pressluft ausgeblasen und einen passenden Lappen öfters durchgezogen.
Ich habe durch das Plattenmagazin ein Rohr gesteckt, welches auf zwei Böcken auflag, damit man sich der kleinen Hebelchen, welche das Durchfallen der Platten verhindern, annehmen kann.
Diese habe ich - ohne Feder - mit feinster Stahlwolle gereinigt und anschließend die Gelenke mit einem halben Tropfen Ballistol geölt - die flutschen dann wie............ Nach dieser Behandlung sieht das Teil aus wie neu.

 

 

Anlaufprobleme des Plattenmagazins
Hinten an der Achse des Plattenkorbes sitzt eine Mechanik, die über einen Mikroschalter und eine Feder, die diesen Schalter betätigt, den Strom für die Box an und ausschaltet, und die Laufrichtung des Korbes umschaltet. Wenn man vorne eine Taste drückt, wird ein Metallstift in eine Spule gezogen und sollte dann den Mechanismus so einrasten lassen, dass diese Zahnscheibe die o.g. Feder drückt und den o.g. Schalter aktiviert. Grundsätzlich funktioniert dies, allerdings muss man zu Beginn, wenn die Box aus dem Stand anläuft, meistens mehrmals drücken. 

Antwort: 
Es kann sein, dass an der Subtraktionsspule im Kreditwerk der Kontakt, der für das Anziehen der o.g. Spule verantwortlich ist, nicht immer sauber schaltet. Dieser sollte gereinigt werden. 

Zwischenfrage:
Kann das auch sein, wenn das Kreditwerk eigentlich gar nicht in Aktion ist? Ich habe ja Freispiel eingestellt, also im Kreditwerk das kleine Teilchen ausgehakt, dass das Zahnrad weiterschaltet. Es haut jetzt immer ins Leere!

Antwort:
Nein, der Mechanische Ablauf des Kreditabziehens ist für die Wahl nicht wichtig. Aber die Spule, die diesen Vorgang auslöst, sollte auf dem "Rücken" drei oder vier Kontakte haben, und einer von denen steuert das Anziehen der Spule, die wiederum für den Korbanlauf zuständig ist .

 

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