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Zenith Cobra Tonsystem

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Generelles – Tonschwankungen – Umbau auf keramische Tonsysteme
 

Cobra System - Generelles

Wurlitzer verwendete das Cobra-System zwischen 1948 (W1100) und 1958 (W2200), in den Mono-Jukeboxen auch noch länger (bis W2400).

Diese Cobra-Systeme arbeiten nach einem anderen Prinzip als heutige handelsübliche Systeme. Cobra-Systeme erzeugen selbst keine Spannung im System, wie es Kristall-, Keramik- oder Magnetsysteme tun.

Hier wird durch einen Oszillator (erste Röhre im Verstärker nach dem Eingang) ein hochfrequentes Signal erzeugt, welches dann durch das Cobra-System nur moduliert wird. Diese Modulation wird dann im Verstärker vom Trägersignal wieder entkoppelt und weiterverstärkt.

Cobra Prinzip

Tonschwankungen

 

 

 

Hinweise zur Farbgebung der Nadeln / colours of Cobra cartridges

Originale Systeme – Original cartridges U/Min, Farbe, Spitze RPM, colour, tip
78 RPM: rot, Spitze 3 mil

78/45 RPM: rot-grün, Spitze 2 mil

45 RPM: grün, Spitze 1 mil

78 RPM: colour red, tip 3 mil

78/45 RPM: red-green, tip 2 mil

45 RPM: green, tip 1 mil

frühere Nachbauten – Earlier reproductions U/Min, Farbe, Spitze RPM, colour, tip
78 RPM: rot-grün, roter Punkt, Spitze 3 mil

78/45 RPM: rot-grün, Spitze 2 mil

45 RPM: rot-grün, grüner Punkt, Spitze 1 mil

►►► die Markierung ist ggfs. bei anderen Anbietern als Stamann Musikboxen nicht zu finden

78 RPM: red-green with red dot, tip 3 mil

78/45 RPM: red-green, tip 2 mil

45 RPM: red-green with green dot, tip 1 mil

►►► The dots might not be found with any other supplier than Stamann Musiboxen

Aktuelle Nachbauten – Current reproductions

U/Min, Farbe, Spitze RPM, colour, tip
78 RPM: rot, Spitze 3 mil

78/45 RPM: rot-grün, Spitze 2 mil

45 RPM: grün, Spitze 0.7 mil

78 RPM: colour red, tip 3 mil

78/45 RPM: red-green, tip 2 mil

45 RPM: green, tip 0.7 mil

 

 

Tonschwankungen und Aussetzer bei Einsatz des Cobra-Systems

Als erstes sollte sichergestellt werden, dass Verstärker und Lautsprecher an sich und die Verbindungen untereinander in Ordnung sind (Steckverbindungen, Leitungen, fester und richtiger Sitz der Röhren). Ein Verstärker sollte - vor allem nach vielen Jahren - ggfs. überholt werden. Röhrensockel und -pins sowie Steckverbindungen sollten sauber sein, ggfs. reinigen; Leitungen dürfen nicht gequetscht, verklemmt oder beschädigt sein.

Zum Cobra Tonsystem ist folgendes zu sagen:
Wurlitzer verwendete das Cobra-System zwischen 1948 (W1100) und 1958 (W2200), in den Mono-Jukeboxen auch noch länger (bis W2400).
Die Verbindung vom Cobra-System zum Verstärker erfolgt über die besondere Cobra-Leitung. Sie besteht aus zwei Teilen, ein dünner Teil zum Tonarm und ein etwas stärkerer Teil zum Verstärker.
Die Cobra-Systeme arbeiten nach einem anderen Prinzip als heutige handelsübliche Systeme.
Cobra-Systeme erzeugen selbst keine Spannung im System, wie es Kristall-, Keramik- oder Magnetsysteme tun. Es wird durch einen Oszillator (erste Röhre im Verstärker nach dem Eingang) ein hochfrequentes Signal erzeugt, welches dann durch das Cobra-System nur moduliert wird.
Diese Modulation wird dann im Verstärker vom Trägersignal wieder entkoppelt und weiterverstärkt.

Man kann also nicht über das Anschließen an eine reg. Hi-Fi-Anlage oder Plattenspieler das Tonsystem und den Verstärker überprüfen, um Defekte dort auszuschließen.

Cobra Prinzip

Vorgehen:

  1. zum Überprüfen des Cobra-Systems:
    auf dem Nadeleinschub befinden sich zwei Kontaktfederpaare. Diese sind manchmal auch bei neuen Nadeleinschüben etwas verbogen und der Einschub läßt sich nicht ganz einschieben oder hat schlechten Kontakt.

  2. zum Überprüfen der Cobra-Leitungen:
    - diese dürfen nicht gequetscht oder mechanisch beschädigt werden
    - Cobra aus dem Tonarm nehmen, mit dem Ohmmeter den Innenwiderstand an den Kontaktfedern messen
    - Cobra einbauen und den Widerstand am Input-Stecker zwischen dem Steckerstift und der Abschirmung messen
    Es muß sich der gleiche Wert messen lassen und der Wert darf sich auch nicht verändern, wenn die Leitung bewegt oder am Cobra-System gewackelt wird

  3. weitere Fehlerquelle Kontaktfehler einer defekte Röhre:
    alle Steckverbindungen und alle Röhren (vorsicht bei den Endröhren - diese werden sehr heiß) am Verstärker bewegen, während eine Platte spielt. Wenn beim Bewegen eines Steckers bzw. Röhre der Fehler auftritt, ist das vermutlich die Fehlerquelle. Zum Beheben des Fehlers genügt es meist, den Stecker bzw. die Röhre so lange weiterzubewegen (bei laufendem Gerät) bis dabei kein Geräusch mehr entsteht oder mehrmals aus- und einzustecken (bei abgeschaltetem Gerät). In hartnäckigen Fällen kann es nötig sein, die Stifte mit einer feinen Messingdrahtbürste zu reinigen.
    Wenn das alles nicht zum Erfolg führt, dürfte eine Röhre dabei sein, zu sterben. Röhren, die einen derartigen Fehler verursachen, sind fast immer klopfempfindlich. Es ist am besten, auf jede einzelne Röhre mehrmals mit dem Kunststoffheft eines mittelgroßen Schraubenziehers zu klopfen. Damit die Röhre dabei nicht aus der Fassung geklopft wird, mit einem Finger dagegenhalten. Das gilt hauptsächlich für die "kleinen" Vorstufenröhren.
    Die drei großen Röhren (2 x 6L6 und 5U4) sind selten klopfempfindlich, aber sie verursachen bei einem Defekt meistens ein anderes Fehlerbild. Die Eingangsröhre 6J5 verursacht beim Abklopfen ein Geräusch, ähnlich wie wenn man gegen ein Mikrofon klopft. Das ist kein Fehler, die Fassung der Röhre ist aus diesem Grund in Gummi gelagert.

  4. alternativ zum Klopftest kann man auch nacheinander jede Röhre einzeln austauschen.

Wichtiger Hinweis zum Herausziehen und Ersetzen von Röhren: das Herausziehen von Röhren im laufenden Betrieb ist sicher kein Problem. Einsetzen sollte man sie aber nur, wenn man absolut sicher ist, daß sie richtig, das heißt nicht verdreht angesetzt werden. Das geht bei Oktalröhren (z. B. 6L6) leicht, weil sie einen Zapfen mit Führung haben. Bei Noval - Rohren (z. B. 12AX7) solltest man es nur machen, wenn man genau auf die Stifte und die Fassung sehen kann. Andernfalls ist es dringend zu empfehlen, den Verstärker vorher abzuschalten.

 

 

Umbau von Cobra auf ein keramisches Tonsystem   –   Two modification options for using a ceramic cartridge

Im Vorfeld ist zu bedenken, daß der originale Tonarm nicht verwendet werden kann. Ein Tonarm eines späteres Stereo-Modells ist notwendig. Er sieht äußerlich identisch aus, hat jedoch innen mehr Platz zur Verfügung. Als Tonabnehmer kann das Pfanstiehl P132D verwendet werden. Zudem muß die spezielle sog. "Cobra-Leitung" entfernt und durch ein flexibles Tonarmkabel ersetzt werden. Zur Anpassung des Verstärkers gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Entfernen der Teile PEC-1, C-6, R-9 und R-10 im Verstärker (530 oder 532), ablöten des Eingangskabel und bei Junction R-4 und R-5 anschließen
     

  2. Quoted from Harold Hagen: Instead of bypassing the 12AU7 tube (cobra oscillator) and going directly to the 6AN8 tube, use the 12AU7 as a voltage amplifier stage. Following the schematic of 530 / 532, remove C1, C2, and C3 (looking at 12AU7 on schematic). Everything else stays the same. The cathode resistor is adjusted to give about 15-20 volts on the AVC (measured across the 2 µF resp. MFD capacitor).
    Start with ca. 2K resistor which is added between pin 8 and ground. Your input (from ceramic cartridge P132D) goes to a 1 meg resistor then to pin 7 (if it lmisses treble add a ca. 50 - 100 pF resp.
    MMFD) across the 1 meg input resistor). If it has too much bass, shunt the input to ground (try 1 meg resistor). Basically leave R1 in the circuit.

    What you are doing is using pin 6 (anode), pin 7 (grid) and pin 8 (cathode) as your voltage amplifier.
    I ended up leaving R1 in the circuit (1meg). I also added a 100pF disc capacitor in parallel across the 1 meg input resistor (I used the trace that C3 was tied to.) I started with a 50k pot to adjust the cathode resistor to get the best sound (I ended up with about 29k). Then I installed resistors of final value, starting at 2k (sounded terrible). It is also important not to use the original RCA input on the back of the carousel (as it is grounded). Run a new input cable for your later model "stereo" tonearm. Also tie your left and right outputs (on P-132D) together. Also tie your grounds together.
    I have to admit that doing it this way, rather than using the 6AN8 tube, results in a really nice sound with lots of Wurlitzer bass.


 

Die Angaben haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.
Bei den (importierten) Boxen können im Laufe der Jahre durchaus Veränderungen vorgenommen worden sein. Copyright.

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