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Musikbox -
Jukebox |
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Ursprung des Names "Jukebox" |
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Eckdaten
der Musikbox-Historie |
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1877 |
Walzenphonograph von Thomas Alva Edison: ein notwendiger Vorläufer für das Konzept der Musikbox "Musikhören nach Geldeinwurf". |
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1882 |
Paul Ehrlich (1849-1925) entwickelt und patentiert noch
vor der Erfindung des Grammophons und der Schallplatte ein "Mechanisches
Musikwerk mit kreisförmigen Notenblättern" - das Ariston,
Patent-Nr. 21715. |
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1887/1888 |
Die erste Schallplatte
(aus Zink) von Emile Berliner (geb. in Hannover,
1870 in die USA ausgewandert, gest. 3.8.1929 in
Washington). 1887 reicht er das Patent sowohl für das
Grammophone als auch die Schallplatte ein. |
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05/1888 |
Charles A. Randall reicht sein Patent für das "Automatic Pariophone" ein: münzbetätigtes Gerät zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Stimme und Geräusch für Schallplatten und Walzen mit Elektromotor; vermutlich wurde es nie gebaut. Bewilligung: 5/1889
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1889 |
Die Columbia Phonograph Co. wird u.a. von Edward Denison Easton (1856 - 1915) gegründet und stellt in Konkurrenz zu Edison Walzen-Phonographen her. Ursprünglich waren sie als Diktiergerät vorgesehen. |
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23.11.1889 |
Louis Glass (1845-1924) stellt den ersten
münzbetätigten Phonographen im Palais Royal Restaurant
in San Francisco vor. An den sog. Hörschläuchen waren so
etwas wie Ohrhörer angebracht. |
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1890 |
Leon Forrest Douglass reicht sein Patent
"Automatic Coin Controlled Phonograph" ein, ein münzgesteuerter
Mechanismus für kommerzielle Zwecke, insbesondere für
Phonographen. |
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1891 |
Albert K.
Keller meldet drei Patente an für die "Machine for operating
Phonographs", dem ersten erfolgreichen und zuverlässigen
münzbetriebenen Phonographen auf Basis des Edison Mechanismus.
Die Rechte überträgt er an die Automatic Phonograph Exhibition
Co. in New York (1890-1894), Geschäftsführer Felix
Gottschalk. |
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1891 |
Im Februar 1891 reichen Georg Martin Pfeiffer und die Automaten-Fabrik E. P. Wicke & Co. (König-Johann-Straβe 15, Dresden) ein Patent für das erste kommerzielle Münz-Grammophon in Europa ein. |
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1902 |
Cyrus Crooks Shigley reicht ein Patent für einen münzbetätigten Zylinder-Wechsler-Phonographen ein. US727,002. |
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1904
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Die Deutsche Grammophon AG (gegründet 1898 in Hannover, Gründer Emile und Joseph Berliner), stellt den "Selbstkassierender Sprechapparat mit selbsttätiger Plattenförderung" vor - bekannt als Automat IV - mit Nadelwechsler für sechs und zwölf Schallplatten |
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1904
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Julius Wellner (geb. 25.4.1869 in
Österreich-Ungarn, gest. 1917 in Philadelphia, USA) - Gründer der Perfection Music-Boxes Co., reicht 1903 ein Patent für ein
Gramophone mit Nadelwechsler ein. Eingetragen im August 1904 mit
der Nummer 766,651. |
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1906
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Gabel stellt die "Automatic Entertainer" vor: 24 Wahlen, automatischer Nadelwechsler und Trichter zur Schallverstärkung, Durchmesser 40". |
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1905 - 1921
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Die Regina Music Box Company of Rahway, N.J. produziert mit den Modellen "Automatic Reginaphone 100" und den "Hexaphon 101 - 104" den vermutlich erfolgreichsten "Nickel-in-the-slot" Vorläufer der heute bekannten Musikbox. |
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1926/27 |
Die elektrische Verstärkung des Tons
kommt auf und ermöglicht so eine bessere Klangwiedergabe. |
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1927 |
Erste Modelle mit elektrischen Verstärkern werden vorgestellt.
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1930er Jahre |
Die Gehäuse sind hölzern und sehen eher nach 'Möbeln' aus; Art Deco Elemente sind sichtbar. Wurlitzer präsentiert 1933 ihr erstes Modell (Debutante), Rock-Ola erst 1935 (Multi-Selector) |
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1934 |
Nach bisheriger Kenntnis baut Max Grabs (Deutschland) die erste Kombination aus Fernwähler und Musikbox, bei der Titel direkt angewählt werden. Über den Selektor wird mittels einer Spule die direkte Wahl ausgelöst. |
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1937 |
Gabel verwendet vermutlich mit dem Modell "Starlite" als erste Firma beleuchtete Plastiks. |
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1938 |
Hermann Prange,
Ibbenbüren, reicht ein Patent für den
"Schallplattenspielautomat mit Wählvorrichtung" ein. Hierbei
geht es zum einen um das gezielte Anwählen einer
Schallplatte. Diese befinden sich in einem Stapel auf dem
Plattenteller. Zum Abspielen wird der Stapel über der
gewählten Schallplatte angehoben, so dass Platz für den
Tonarm oberhalb der Schallplatte entsteht. Patent 716536,
erteilt 1942. |
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1940 |
Erste Film-Musikboxen werden vorgestellt: Panoram (Mills), Phonovison, Filmotone (Jersey Specialty Co.), Vis-O-Ton (Ampro Co.). |
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1942
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Die USA tritt in den Krieg ein; die Neuproduktion von Musikboxen wird aufgrund von Materialknappheit (Restriktionen) eingestellt und die Firmen steigen in die Rüstungsindustrie ein. Es werden jedoch Modelle mit alten aufgearbeiteten Mechaniken in neuen Gehäusen produziert, z.B. die Victory der US Wurlitzer. |
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1942-43
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Die Plattenindustrie verwendet mit der Werbung neuer Schallplatten den Begriff "Coinograph". |
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1940er Jahre |
Werden als das sog. "Golden Age" bezeichnet: farbige,
beleuchtete Plastiks kennzeichnen diese Modelle. |
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1946 |
Wurlitzer präsentiert die 1015, die zur legendärsten und
bekanntesten Musikbox aller Zeiten werden wird. |
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1948 |
Seeburg stellt seinen ersten 200 Wahlen Mechanismus mit den "Industrial Commercial Music Center" vor. Es können 25 und 30 cm Schellackplatten abgespielt werden. Eine direkte Anwahl einzelner Titel wie in einer Musikbox erfolgt jedoch nicht. |
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1949 |
Seeburg stellt die M100A vor, die 50 Schellackplatten beidseitig abspielen kann. |
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1950 |
Seeburg stellt mit der M100B die erste Musikbox für 45 U/Min vor. |
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1950er Jahre |
Sog. "Silver Age": Chrom und Glas kennzeichnen das Design der US-Modelle, die Mechanik ist sichtbar. |
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1952-53 |
Deutschland produziert eigene Musikboxen: Wiegandt präsentiert in 9/1952 eine Musikbox für 40 Wahlen, gefolgt von Tonomat's "V102" für 102 Wahlmöglichkeiten in 2/1953 |
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1955 |
Seeburg stellt die erste Musikbox mit 200 Wahlmöglichkeiten vor, Modelle V200 und VL200 |
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1956 |
Mit der "Tonmaster", zunächst als "Tonmeister" bezeichnet", stellt Wiegandt vermutlich die erste Wandmusikbox vor. |
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10/1958 |
Seeburg stellt die erste "Stereo-Jukebox" vor - Modelle 220 und 222, auch bekannt als "Channel" |
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1960er Jahre |
Das Design wird sachlicher, die Mechanik wird zunehmend durch
bedruckte, bunte Glasscheiben oder Titelhalter verdeckt; |
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1970er Jahre |
In der 2. Hälfte des Jahrzehnts halten die ersten computergestützten Musikboxen Einzug |
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1984 |
Nachdem Film-Musikboxen bereits 1940 und in den 1960er Jahren verwendet wurden, stellt AMI mit der R-88 V/MEC ein Music-Video-Entertainment Center vor. Oben auf der Musikbox wird ein Bildschirm platziert. Für einige Songs wird das passende Video abgespielt. |
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1986
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AMI bietet sog. Combo-Jukeboxen an - bestückt mit Singles und
CDs - Modell R90; |
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2000 ff. |
Digitale Jukeboxen mit DVD, Touchscreen, Download Funktionen, iPod etc. halten Einzug. |
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