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vgl. auch den Beitrag
Wahlablauf
der Modelle W1700, W1800 etc.
Wähle ich die Titel mit A10, B10, C10 und D10 wird
keine Single eingezogen, respektive es passiert nichts. Alle anderen Nummer gehen reibungslos.
Vermutlich ist eine verschmutzte Tastatur Ursache. Die Tastatur sollte ausgebaut
und gereinigt werden.
Nach dem Einwerfen einer Münze kann ein
Titel gewählt werden. Das Plattenkarussell dreht
sich nicht. Der Arm
holt sich die Platte, die gerade in der richtigen Position ist. Der Titel wird
gespielt und am Ende wieder ins Karussell zurück gelegt. Dies geht dann so
weiter bis die Box abgeschaltet wird.
Antwort 1:
Das Problem könnte in der Zentrale (Verstärker - bei
diesen Wurlitzer Modellen erfolgt die Stromversorgung ebenfalls über den
Verstärker) liegen, ggfs. überholen (lassen). Innerhalb dieser Zentrale ist ein
Relais, welches hängen und somit für das "nicht Starten" des Mechanismus
verantwortlich sein könnte. Es könnte auch an einem unsauberen Mechanismus
liegen - ggfs. Reinigen.
Generell gilt: alle Kontakte sollten sorgfältig überprüft und gereinigt
werden.
Antwort 2:
Es sieht so aus als ob die Reversing Switches dauernd aktiviert wären. Das sind
die zwei großen Mikroschalter, die seitlich auf der Junktion Box (unterhalb des
Wahlkranzes) montiert sind. Die beiden Schalter müßten im Standy - Betrieb und
auch nach der Wahl gedrückt sein. Erst wenn der Sucherarm auf einen Wahlpin
aufläuft, werden die Betätigungshebel abgehoben. Dadurch wird die Drehrichtung
des Motors umgekehrt und die Platte in Spielposition gehoben.
Der Fehler ist vermutlich, daß der Stift im Inneren der Mittelachse in
verharztem Fett feststeckt. Der Febel, der die Reversing Switches drücken soll,
wird mit einer Feder an die Schalter gezogen. Möglicherweise ist diese Feder
ausgehängt oder gebrochen.
Wird
z. B. B3 gewählt, dreht sich das Karussell und holt
einen Titel nach Wahl - jedoch immer auf der
gegenüberliegenden Seite, also fast
um 180 Grad verkehrt. Der gewählte Pin wird nicht zurück gedrückt.
Unter dem Plattenmagazin sind zwei Hebelchen, die beim
Drehen des Magazins eine "Klack-Klack-Klack" - Geräusch erzeugen.
Eines dieser Hebelchen könnte verstellt sein.
Ab Werk waren diese Hebelchen an den Befestigungsschrauben mit Lack gesichert,
weil die Einstellerei etwas Geduld erfordert und die Hebelchen nicht verstellt
werden sollten.
Falls diese Hebelchen bei einer Reparatur/Restaurierung abgeschraubt
wurden, müssen sie neu justiert werden.
Wenn der Sucharm den gesetzten Selectorstift "gefunden" hat, überläuft das
Magazin diesen Stift ein kleines Stück, weil der Sucharm verfedert ist (der
Sucharm steht, das Magazin dreht sich aber noch ein kleines Stück weiter). Bei
diesem Überlaufen verrastet wahrscheinlich eines dieser Hebelchen und das
Magazin ist damit ein Stück zu weit arretiert.
Da beim Auflegevorgang beide Hebearme nach oben gehen, aber nur der eine Arm
einen Schlitz im Plattenmagazin trifft, der andere Arm genau gegen einen
Magazinsteg läuft, wird eben eine Platte nach oben geschoben, aber die falsche,
gegenüberliegende.
Läuft nun das Magazin ein kleines Stück zu weit, weil eines der beiden Hebelchen
das Magazin zu früh stoppt (Hebelchen dürfte erst ein kleines bißchen später in
die Zahnreihe einrasten), dann trifft der Hebearm, der eigentlich einen
Magazinsteg treffen sollte, genau den Schlitz und hebt die Platte, die genau
gegenüber der gewählten im Magazin steht.
Tip: am besten genau hinschauen und diese Hebelchen bei ihrer Arbeit
beobachten. Dann versteht man wie es funktionieren sollte und erkennt wo der
Fehler liegt.
Nach dem Drücken der Taste "A" kommt keine Wahl
- Pin wird nicht geschossen.
Als erstes sollten die Kontakte und Leitungen überprüft werden, um ein
elektrisches Problem auszuschließen.
Es könnte jedoch auch mit der Justierung der Tasten zusammenhängen.
Bei den Wurlitzer-Tastaturen ist der Verrastungspunkt
wichtig, die Einstellung dessen etwas knifflig.
Man muß darauf achten, daß die gedrückte Taste möglichst weit "hinten", also am
äußersten Anschlag beim Drücken auch verrastet und dort festgehalten wird.
Ist hier zuviel Spiel und die gedrückte Taste wird zwar durch die Verriegelung
gehalten, kommt aber beim Loslassen der Taste wieder ein Stück in Richtung
Normalstellung, dann kann es vorkommen, daß zwar die Taste optisch verrastet
ist, aber trotzdem innen keinen elektrischen Kontakt mehr bildet.
Test: als Probe kann man mal A1 und dann 1A drücken:
Bei beiden Tastenkombinationen sollte die Wahl im Normalfall eingeschrieben
werden.
Wenn die A-Taste nicht richtig verrastet (und man drückt ja in der Regel die
A-Taste vor der Nummerntaste, weil es so auf den Titelträgern steht), dann wird
beim Drücken von A1 die Wahl nicht eingeschrieben. Drückt man hingegen 1A, dann
könnte es funktionieren. Das würde eben auf eine nicht korrekte Verriegelung der
A-Taste hindeuten.
Wenn das auch nicht funktioniert sind evtl. sowohl Buchstaben- als auch
Nummerntasten nicht richtig justiert. Dann könnte man noch die A1- oder
1A-Kombination drücken und zwar indem man die erste Taste mit einem Finger
drückt und am "hinteren" Anschlag gedrückt hält, bis mit der anderen Hand auch
die zweite Taste gedrückt wird.
Sollte es dann funktionieren, ist die Tastenverriegelung grundsätzlich nicht
korrekt eingestellt.
Nach der
Wahl wird der entsprechende Pin geschossen und die Wahl gefunden. Der Pin wird heruntergedrückt, der Plattenarm fährt
hoch, der Plattentellermotor dreht sich. Der Mitnehmer für die Platte bewegt
sich nach vorn, fährt jedoch gleich wieder zurück und die Platte wird
ins Magazin zurückgelegt.
Die Ursache für den oben beschriebenen Fehler könnte in dejustierten Kontakten
oder im Mikroschalter für die Tonarmendabschaltung liegen.
Kontakte:
jeder der Umschaltkontakte besteht aus 5 Metallzungen. Die
mittlere Zunge ist die längste und wird durch das querliegende Pertinaxplättchen
gegen einen der Außenkontakte gedrückt. Links und rechts außen sind die
Außenkontakte und je eine weitere, zweifach gekröpfte Metallzunge. Die Kontakte
müssen mit leichtem Druck gegen diese Metallzungen drücken. Zur Einstellung des
Kontaktabstands sind ausschließlich diese Metallzungen zu verbiegen. Die
mittlere Kontaktzunge braucht keine Vorspannung nach links oder rechts zu haben,
sie wird durch die Sprungfeder bzw. durch das Pertinaxplättchen gegen den linken
(Ruhestellung) oder rechten (bei Betätigung) Außenkontakt gedrückt. Der Abstand
der Außenkontakte muß so groß sein, daß der Mittelkontakt während des
Umschaltens keinesfalls beide Außenkontakte gleichzeitig berühren kann. Es ist
auch darauf zu achten, daß alle drei (Transfer- Mute- und Playswitch)
Kontaktpakete ziemlich genau den gleichen Schaltpunkt haben und die
Außenkontakte gleich weit von ihren Gegenstück abgehoben werden.
Betätigt werden die Kontaktpakete durch die große Blattfeder und durch die
Sprungfeder. Die Blattfeder sollte eine ziemlich kräftige Vorspannung nach
rechts haben. Der Weg wird durch die V-förmig gebogenen Anschläge begrenzt.
Besonders der rechte Anschlag ist sehr wichtig. Zum Einstellen drückt man die
große Blattfeder per Hand nach links, bis der Schalter umspringt. Dann läßt man
ganz langsam los, bis der Schalter zurückspringt. Der Anschlag muß so
eingestellt werden, daß die Feder noch 2 - 3 mm zurücklegen kann, bis sie den
Anschlag erreicht. Wenn der Abstand zu groß ist, wird der Druck auf die
Sprungfeder kleiner und sie hat zu wenig Kraft, um die Kontakte richtig zu
betätigen.
Wichtig ist auch die Einstellung des Schaltpunktes. Die beste Vorgehensweise ist
so: man läßt eine Platte heben. Kurz bevor die Spielposition erreicht ist,
schaltet man den Strom ab (Serviceschalter oder Hauptschalter) und dreht den
Motor mit der Hand weiter, bis die Spielposition erreicht ist. Der Hebel für den
Mute & Playswitch sollte dabei seine äußerst linke Position erreicht haben und
den Schalter betätigt haben. Nun dreht man die Einstellschraube so weit heraus,
daß der Schalter umspringt. Anschließend dreht man die Schraube wieder hinein
(ohne dabei Druck auf den Hebel auszuüben), bis der Schalter wieder umspringt
und zwei Umdrehungen weiter. Bei der Gelegenheit kann man auch messen, ob die
offenen Kontakte wirklich offen sind und die geschlossenen Kontakte wirklich
geschlossen. Der Schaltpunkt des Transferswitch ist sinngemäß auf die gleiche
Weise einzustellen. Die Einstellung des Schaltpunktes ist nicht sehr heikel, die
Justierung der einzelnen Kontakte schon.
Tonarmendschalter: ggfs. liegen
Kontaktprobleme des Endabschalters vor. Ist dieser Schalter während des o.g.
Vorgangs aktiv, würde die Platte im gleichen Zug abgeschaltet werden.
Mögl. Abhilfe: reinigen
Generelles zum Tonarmendabschalter: der
Schalter ist, wie fast alle in Musikboxen verwendeten, von der Funktion her ein
Taster, das heißt er kehrt in die Ausgangsstellung zurück, wenn der Druck auf
den Betätigungshebel wegfällt.
Das Kontaktelement ist in diesem Fall, wie bei den meisten Mikroschaltern, ein
Umschalter. Damit man die Anschlüsse identifizieren kann, sind sie beschriftet
mit "Common" (Kontaktwurzel), "N.C." = Normally Closed (Ruhekontakt) und "N.O."
= Normally Open (Arbeitskontakt). Es gibt auch Mikroschalter mit nur zwei
Anschlüssen. Diese haben ebenfalls einen Umschaltkontakt. Es ist lediglich ein
Anschluß gekappt, weil er für den Anwendungszweck nicht gebraucht wird.
Mikroschalter haben einen sehr genau definierten Schaltpunkt mit guter
Wiederholgenauigkeit. Alle Mikroschalter haben auch eine Schalthysterese. Wenn
man das den Hebel betätigt, schaltet der Schalter genau am Schaltpunkt um. Zum
Zurückschalten muß der Hebel etwas über den Schaltpunkt zurückgeführt werden.
Für besondere Einsatzzwecke werden Mikroschalter mit geringer Betätigungskraft
(mit Bezeichnung "sensitive") gebaut. Ein Tonarmendschalter zu Beispiel muß sehr
leichtgängig sein, denn die Betätigungskraft muß mit dem Tonabnehmer übertragen
werden.
Zunächst werden
alle Wahlen korrekt abgespielt und gelöscht.
Dann wird immer nur die gleiche Platte gespielt. Diese Wahl wird
nicht richtig gelöscht, da der Pin gleich wieder nach oben geht.
Vermutlich ist der "Hub" des Lösch-Such-Armes verstellt und muß neu
justiert werden.
Ist es immer derselbe Pin, ist dieser vielleicht verbogen,
beschädigt oder verklemmt, so dass er nicht weit genug
heruntergedrückt werden kann. generell ist es wichtig, dass
die Pins leichtgängig und nicht verharzt sind. Ggfs. mit etwas
Ballistol einsprühen.
vgl. auch den Beitrag
Wahlablauf
der Modelle W1700, W1800 etc.
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