Rock-Ola Musikboxen im Archiv von Jukebox-World

Fernwähler und Stepper

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Funktionsweise des Fernwählers   Functionailty of a wallbox
Wenn eine Auswahl am Fernwähler getätigt wurde, rotiert ein Kontaktarm in dem Fernwähler einmal über eine runde Scheibe mit Kontaktnieten. Dadurch wird intermittierend die Signalleitung zwischen Fernwähler und Stepper an Masse gelegt.
Jedes Mal, wenn die Signalleitung an Masse gelegt wird, zieht das Repeat Relais im Stepper an.
Das intermittierende „an Masse legen“ erfolgt in zwei Folgen, zwischen denen eine Pause von ca. 200 ms liegt.
Der Stepper hat zwei mechanische Zählwerke, die mit jedem Puls um eine Position weitergeschaltet werden. Die Pause von 200 ms zwischen den beiden Pulsfolgen führt zum Umschalten vom ersten auf das zweite Zählwerk.
Die Anzahl der Pulse der ersten Folge hängt davon ab, welcher Knopf an der Wallbox gedrückt ist. Der erste Puls der ersten Folge dient dazu, die Zählwerke zu aktivieren. Da es 20 Knöpfe gibt, kann die erste Pulsfolge also zwischen 2 und 21 Pulse aufweisen.
Die Anzahl der Pulse der zweiten Folge hängt davon ab, welche „Bücherseite“ des Fernwählers aufgeschlagen ist: bei einem 100-Wahlen Fernwähler kann die zweite Pulsfolge maximal 5 Pulse aufweisen, bei einem 120er Fernwähler 6, bei einem 160er Fernwähler 8 und bei einem 200er Fernwähler 10 Pulse.
 

When a selection is made at the wallbox, a contact arm in the wallbox rotates once over a round disc with contact rivets. This intermittently connects the signal line between the wallbox and the stepper to ground.

Each time the signal line is connected to ground, the repeat relay in the stepper gets energized.
The intermittent “grounding” takes place in two sequences, with a pause of approx. 200 ms between them.
The stepper has two mechanical counters that are advanced by one position with each pulse. The pause of 200 ms between the two pulse sequences causes the first counter to switch to the second.
The number of pulses in the first sequence depends on which button on the wallbox is pressed. The first pulse of the first sequence is used to activate the counters. As there are 20 buttons, the first pulse sequence can therefore have between 2 and 21 pulses.
The number of pulses in the second sequence depends on which title page of the wallbox is open. For a 100 selection wallbox, the second pulse sequence can therefore have a maximum of 5 pulses, for a 120 Selection Wallbox 6, for a 160 Selection Wallbox 8, and for a 200 Selection Wallbox 10 pulses.

 

 

Wahlen von mehreren Fernwählern aus gleichzeitig; dieselbe Wahl von verschiedenen Fernwählern aus gleichzeitig  

Selecting from several wallboxes at the same time; identical selections from different wallboxes at the same time

Bei den Rock-Ola Fernwählern der 60er Jahre wurde, soweit ich weiß, mit einer weiteren „Prüfleitung“ kontrolliert, ob nicht gerade ein anderer Fernwähler im Restaurant Impulse an den Stepper der Musikbox schickt. War gerade ein anderer Fernwähler aktiv, wurde die Wahl an allen übrigen Fernwählern im Restaurant unterdrückt. Erst wenn die Wahl komplett abgeschlossen war, waren alle Fernwähler wieder „frei“ und eine neue Wahl konnte getätigt werden. Somit wurde ein „Impuls-Chaos“ verhindert, und es wurde die Wahl ausgeführt, die auch gewählt wurde.
Bei früheren Rock-Ola Fernwählern war das nicht der Fall. Wurde gleichzeitig von mehreren Fernwählern aus gewählt, kam mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der gewählte Titel auf den Plattenteller.
Wurde derselbe Titel von mehreren Fernwählern aus gleichzeitig gewählt, wurde er dennoch nur einmal gespielt.

Fotos einer 1555 mit nachgerüstetem Relais,
um gleichzeitiges Wählen zu verhindern

 

As far as I know, the Rock-Ola wallboxes of the 1960s used another “control line” to check whether another wallbox in the restaurant was sending its pulses to the stepper in the jukebox. If another wallbox was active, the selection was suppressed at all other wallboxes in the restaurant. Only when the selection was complete all wallboxes were “free” again and a new selection could be made. This prevented an “impulse mess” and only the made selection was carried out.

This was not the case with the earlier Rock-Ola wallboxes. If a selection was made simultaneously from different wallboxes, it was highly likely that the selected record would not be placed on the turntable.
If the same title was selected from several wallboxes at the same time, it was still only played once.

Photos of a 1555 with retrofitted relay,
to prevent simultaneous dialing

 

 

Kann man einen 1738er Rock-Ola Stepper und eine 1555er Rock-Ola Wallbox an eine  R.O. 1454 anschließen?   Can a Rock-Ola stepper 1738 and a Rock-ola waalbox 1755 be connected to a Rock-Ola 1454?
Ja, das geht.
Der Fernwähler 1555 geht auf jeden Fall, und auch der 1738 Stepper (Receiver) war laut Aussage von Rock-Ola "abwärtskompatibel".
Nur umgekehrt geht es nicht ohne weiteres: der 1725-2-8 (der eigentlich zur 1448, 1452 und 1454 gehört) funktioniert nicht ohne einen kleinen Eingriff an einer späteren 120er Rock-Ola.
 

Yes, that works.
The wallbox 1755 works in any case, and also the stepper (receiver) 1738 was regarding Rock-Ola donwards compatible.
Only the other way round it does not work without further ado: The stepper 1725-2-8 which belogs to 1448, 1452 and 1454 originally, does not work wiothout a small change on later 120 selection Rock-Olas.

 

 

Kann der Fernwähler 506 an die Rock-Ola 478 angeschlossen werden oder muss es Fernwähler 507 sein? Ist der Stepper 1775 für beide Fernwähler 506 und 507verwendbar?

  Can the wallbox 506 be hooked up to Rock-Ola 478 or must if necessarily be wallbox 507? Is stepper 1775 usable for both wallboxes 506 and 507?
 
Der 1775 Wallbox Converter ist der richtige "Stepper" für die 478.
Was die Wallboxen angeht, sollte sowohl die 506 als auch die 507 funktionieren. Die 507 erzeugt ihre Impulse klassisch mit einem Schleifer, der über Kontaktnieten gleitet, die 506 erzeugt die Impulse elektronisch. Gerade bei relativ jungen Musikboxen wie der 478, ist das sicherlich kein Problem.
 

The 1775 wallbox converter is the correct "stepper" for the 478.
As far as the wallboxes are concerned, both the 506 and the 507 should work. The 507 generates its
pulses classically with a wiper that slides over contact rivets, the 506 generates the pulses electronically. This is certainly not a problem, especially with relatively new jukeboxes such as the 478.

 

 

Kann der Fernwähler "Tri Vue 507" an die Musikbox Rock-Ola 451 angeschlossen werden? Wenn ja, was muss beachtet werden?   Can the wallbox "Tri Vue" 507 be connected to  the jukebox Rock-Ola 451? If so, what needs to be taken care of?
Der 507 geht genauso. Allerdings muss in jedem Fall ein Stepper in der Jukebox eingebaut sein - für die 451 der Stepper 1769.
Im Prinzip könnte auch ein älterer Rock-Ola oder Seeburg Fernwähler verwendet werden (nur keine Consolettes).
 

The 507 works in the same way. However, a stepper must always be installed in the jukebox - for the 451 it is stepper 1769.
In principle, an older Rock-Ola or Seeburg wallbox could also be used (just no Consolettes).

 

 

Der Seeburg Fernwähler 3W1 wird an eine Rock-Ola angeschlossen. Die Wahl funktioniert im Prinzip, nur so als ob die Zahlen- und Buchstabentasten vertauscht wären. Wird z.B. C7 gewählt, spielt die Musikbox G3 - also statt dem dritten Buchstaben C die 3 und statt der 7 den siebten Buchstaben G.

 

Seeburg wallbox 3W1 gets connected to a Rock-Ola. The selection works in general, but only as if the numbers and letters got swapped. If e.g. C7 gets selected the jukebox plays G3 - so instead of third letter C number 3 and instead of number 7 the seventh letter G.
 

Dieses Problem gab es schon immer, wenn Musikbox und Fernwähler verschiedener Hersteller verwendet wurden. Während einige Hersteller 20 Buchstaben- und 10 Zifferntasten verwendeten, verwendeten andere 10 Buchstaben- und 20 Zifferntasten. Die Zusammenschaltung funktioniert trotzdem problemlos - vorausgesetzt, dass Box und Fernwähler die gleiche Anzahl von Wahlmöglichkeiten haben. Die einzige Einschränkung ist, dass am Fernwähler eine andere Nummer gewählt werden muss.
Ein Vertauschen der beiden Spulen ist nicht zu empfehlen, da diese auch für andere Funktionen zuständig sind.
Einzige Abhilfe: die Titelstreifen, beginnend mit A1 einfach in der gleichen Reihenfolge einstecken wie in der Musikbox: 1. Titelhalterstreifen in der Box = 1. Seite im Fernwähler ungeachtet der Nummer. Dann müssten die einzelnen Titel richtig zugeordnet sein.

 

This problem has always existed when jukeboxes and wallboxes from different manufacturers were used. While some manufacturers used 20 letter and 10 number buttons, others used 10 letter and 20 number buttons. The interconnection still works without any problems - provided that the jukebox and the wallbox have the same number of selections. The only restriction is that a different number must be pushed on the wallbox.

Swapping the two coils is not recommended, as they are also responsible for other functions.
The only remedy: Simply insert the title strips, starting with A1, in the same order as in the jukebox: 1st title holder strip in the box = 1st page in the wallbox, regardless of the number. Then the individual titles should be assigned correctly.

 

 

Anschluss von Fernwähler anderer Hersteller an Rock-Ola Stepper 1738 und 1755  

Connection of wallboxes other brands to Rock-Ola stepper models 1738 and 1755

Seeburg 3W1, 3WA, 3W160, 3W100
AMI  WQ 120/200
Wurlitzer 5210, 5250, 5252
 

(167 Kb)
by courtesy of schorty
 

 

Seeburg Fernwähler an AMI der 1950er Jahre - Modelle G200 - JEK-200   Seeburg wallboxes hooked up to AMI of 1950s - Models G200 - JEK-200
AMI bot einen Umrüstsatz an, mit dem Seeburg Fernwähler 3WA200 and AMI Modelle G200 - JEK200 angeschlossen werden konnten. Das Kit enthielt u.a. einen anderen Pulse Generator (Stepper resp. Receiver):
Bulletin 124 Seite 1   •••   Bulletin 124 Seite 2
  AMI offered a conversion kit to hook up Seeburg wallboxes 3WA200 to AMI jukeboxes G200 - JEK200. A different pulse generator (aka stepper or receiver was part of this conversion kit:
Bulletin 124 page 1   •••   Bulletin 124 page 2
 

 

Unterschiede Stepper 1725, 1738 und 1755   Differences stepper 1725, 1738 and 1755

1725 / 1725-8 / 1725-8-2:
Der Stepper der 1725-Reihe gehörte in den Farben rot, blau und cadmiert zu den Modellen Rock-Ola 1448 und 1454 mit 120 Wahlen. 1725-8-2 gehört laut Rock-Ola auch zur 1452 mit 50 Wahlen. Hier sind Pin 1 und 21 im Gegensatz zu den vorherigen Modellen miteinander verbunden.
Diese Modelle waren mit einem Selector ausgerüstet, der beim Setzen eines Wahlstiftes über eine einzelne Leitung vom Selector zur Mechanik das Play-Relais im Netzteil anziehen ließ und den Suchvorgang des Magazins startete.
Weil das so war, „wussten“ die 1448 und 1454 und ältere Geräte bis zurück zur 1436, wann die letzte Schallplatte gespielt war. Der Greifarm stellte die Platte zurück ins Magazin und die Box blieb stehen.

Ab dem Modell 1455 (und alle nachfolgenden bis zum „querlaufenden“ Mechanismus) wurde ein Scanmagnet an die Mechaniken gebaut (bei 1455, 1458 und 1465 hinten am Magazin, bei allen späteren unter dem Greifermotor).
Ab dieser Änderung „wusste“ die Musikbox nicht mehr wann die letzte Platte gespielt war, und sie suchte deshalb das komplette Magazin / Selector noch einmal nach gesetzten Wahlstiften ab.

Zum Scanimpuls:
Ein Stepper, egal ob in einer 120er oder 200er Rock-Ola nach dem Jahr 1956 (also ab dem Modell 1455) musste an die Mechanik einen Scanimpuls abgeben, damit die Mechanik begann, nach einer gewählten Platte zu suchen.

 

1755:
Die 200er Rock-Ola-Modelle und auch die zugehörigen Stepper (Modelle 1755) besaßen 33-polige Stecker bzw. Buchsen. Diese waren wie folgt belegt:

  •  20 Kontaktstifte für 20 Nummern im Selector

  • 10 Kontaktstifte für die Gruppenrelais im Selector

  • 1 Kontaktstift für Masse

  • 1 Kontaktstift für den Scanimpuls

= 32 Kontaktstifte

 

1738:
Die 120er Rock-Ola-Modelle und auch die zugehörigen Stepper (Modelle 1738) besaßen 27-polige Stecker bzw. Buchsen. Diese waren wie folgt belegt:

  • 20 Kontaktstifte für 20 Nummern im Selector

  • 6 Kontaktstifte für die Gruppenrelais / Clappercolis im Selector

  • 1 Kontaktstift für Masse

= 27 Kontaktstifte

Folglich konnte bei Verwendung des 27-poligen Steckers (der 27-polige Stecker war ja aus Zeiten der Modelle 1436 bis 1454 sozusagen „historisch“ bedingt) bei den 120er Modellen kein Scanimpuls mehr übertragen werden.
Das ist der einzige Grund, warum die Stepper mit der Modellnummer 1738 diese einzelne Scanleitung vom Stepper zum Netzteil verwenden mussten.

Deshalb sind die 1738 Stepper auch abwärtskompatibel, die älteren 1725-xx Stepper aber nicht ohne Scanleitungsnachrüstung aufwärtskompatibel.

 

1725 / 1725-8 / 1725-8-2:
The stepper of the 1725 series belonged in the colours red, blue and cadmium-plated to the models Rock-Ola 1448 and 1454 with 120 selections. According to Rock-Ola, 1725-8-2 also belongs to the 1452 with 50 selections. In contrast to the previous models, pins 1 and 21 are connected to each other.
These jukebox models were equipped with a selector which, when a selector pin was set via a single line from the selector to the mechanism, energized the play relay in the power supply and started the magazine search process.
Because of this, the 1448 and 1454 and older jukeboxes back to the 1436 “knew” when the last record had been played. The gripper arm put the record back into the magazine and the jukebox stopped.

From model 1455 onwards (and all following models up to the “cross-running” mechanism), a scan magnet was fitted to the mechanisms (on 1455, 1458 and 1465 at the rear of the magazine, on all later models below the gripper motor).
After this change, the jukebox no longer “knew” when the last record had been played and therefore searched the entire magazine / selector again for set selector pins.

About the scan pulse:
A stepper, whether in a 120 or 200 Rock-Ola after the year 1956 (i.e. from model 1455 onwards) had to send a scan pulse to the mechanism so that the mechanism began to search for a selected record.

 

1755:
The 200 Rock-Ola models and also the associated stepper (model 1755) had 33-pin plugs or sockets. These plugs were assigned as follows:

  • 20 contact pins for 20 numbers in the selector

  • 10 contact pins for the group relays in the selector

  • 1 contact pin for earth

  • 1 contact pin for the scan pulse

= 32 contact pins

 

1738:
The 120 Rock-Ola models and also the associated stepper (model 1738) had 27-pin plugs or sockets. These plugs were assigned as follows:

  • 20 contact pins for 20 numbers in the selector

  • 6 contact pins for the group relays / Clappercolis in the selector

  • 1 contact pin for earth

= 27 contact pins

Consequently, when using the 27-pin plug (the 27-pin plug was, so to speak, “historically” conditioned from the era of models 1436 to 1454), it was no longer possible to transmit a scan pulse with the 120 models.
This is the only reason why the steppers with the model number 1738 had to use this single scan line from the stepper to the power supply unit.

This is why the 1738 steppers are also downward compatible, but the older 1725-xx steppers are not upward compatible without a scan line upgrade.

 

Die Angaben haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.
Bei den (importierten) Boxen können im Laufe der Jahre durchaus Veränderungen vorgenommen worden sein. Copyright.

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