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Schlitten fährt ständig
hin und her Bei
meiner Seeburg S 100 (ES 100) fährt der Schlitten nach dem Anwählen
ständig hin und her und findet die Wahl nicht. Ansonsten funktioniert
alles. Wird während der Fahrt ein Hebel gezogen, nimmt er die Platte und
spielt sie ab. Danach legt er sie zurück und fährt wieder hin und her.
Wenn er zweimal hin und her gefahren ist hält er automatisch an.
Antwort: Das Netzteil sollte überholt werden und alle Kontakte
am Wagen gereinigt werden. Hierbei ist auch der Kontakte hinter dem
Motor wichtig, da dieser für die Wahl sehr wichtig ist. Danach sollte
kontrolliert werden, ob alle Kontakte richtig schalten.
Die Kontakte des
Tormats sollten
ebenfalls gereinigt werden, danach mit etwas Ballistol
pflegen.
Nun sollte das Teil wieder laufen.
Nach Wahl
fährt Schlitten ständig hin und her, 5U4 hat keine Heizspannung:
Eine Seeburg AY nimmt seit einiger Zeit keinen Titel mehr an. Das heißt,
man kann die Tasten drücken und der Schlitten fährt los. Es wird aber
keine Single genommen und gespielt. Zudem fällt auf, dass die Röhre
5U4GB keine Heizpannung mehr hat. Was kann die Ursache sein?
Antwort: dieser Fehler kann verschiedene Ursachen haben. Da alle
Seeburg Modelle von der V200 (1955) - STD4 (1978) mit einem
Magnetkernspeicher (TORMAT)
für die Wahlspeicherung arbeiten, ist die Fehlersuche nicht ganz
einfach. Man kann nämlich nicht sehen, ob eine Wahl gespeichert wurde.
Als erstes ist zu prüfen, ob das Laufwerk mechanisch funktioniert.
Mechanische Funktion
des Laufwerkes: Rechts
neben dem Tonarm und hinter dem großen Kontaktsatz gibt es einen Metallhebel.
Wenn man diesen bei laufendem Laufwerk hoch drückt, muß das Laufwerk
anhalten und eine Platte spielen. Wenn das funktioniert, ist das
Laufwerk mechanisch in Ordnung, der Fehler liegt dann an der
TORMAT-Steuerung. Die TORMAT-Einheit selbst ist glücklicherweise fast
nie kaputt, oftmals sind die Kontakte oxidiert. Die TORMAT-Steuerung
besteht aus drei Teilen. Die häufigsten Fehler:
-
Write-In-Kontakte: für das Einschreiben sind
die WRITE IN - Kontakte in der Credit-Unit verantwortlich. Das sind
fingerförmige Doppelkontakte, die auf einem Hebel mit einem Isolierteil
und einem Metallteil liegen. Dieser Hebel wird durch eine Spule (Subtract
Coil) verschoben, so daß das Metallteil unter die Kontakte geschoben
wird und diese verbindet. Wahrscheinlich sind zwei von diesen
Kontaktsätzen (für Standardwahl und für EP-Wahl) in der Box vorhanden.
Diese Kontakte und die Metallplatten sind zu reinigen und die Kontakte
müssen leicht gegen den Hebel drücken.
-
Read-Out: das Auslesen (READ OUT)
erfolgt über die Kontakte auf der Unterseite der TORMAT-Einheit. Der
Kontaktblock, der mit dem Laufwerk bewegt wird, hat 4 gefederte
Kontaktstifte, die mit dünnen Drähten angeschlossen sind. Diese Drähte
können abgerissen sein. Der Kontaktblock könnte sich gelockert haben, so
daß die Kontaktstifte die Kontakte auf der TORMAT-Einheit nicht mehr
berühren können. Der Strom zu diesen Kontakten kommt aus dem Laufwerk
und zwar über den links-rechts-Umschalter (REVERSING SWITCH) ganz vorne
und über den DETENT SWITCH hinter dem Motor. Besonders dieser hat gerne
Kontaktprobleme.
Die seitliche Einstellung der Tormat-Einheit ist ebenfalls sehr wichtig
für die Funktion. Wenn der DETENT SWITCH (auf dem Laufwerk, hinter dem Motor
ganz unten) geschlossen
ist, muß der Kontaktstift genau mittig auf der entsprechenden
Kontaktniete stehen. Der Detent-Switch wird über einen Hebel von
einem Sternrad betätigt. Dieser Hebel verursacht das rhythmische
Klicken, wenn das Laufwerk hin und herläuft.
Der Kontakt erzeugt die Read-Out-Impulse. Er muß jedes Mal kurz
einschalten, wenn der Kontaktblock auf einem Kontakt auf der
Tormat-Einheit steht. Bei einem Hin- und Herlaufen wird der Kontakt also
200mal geschlossen.
Die Spannung wird in der Steuerzentrale erzeugt
(Gleichrichterröhre 6X4) und stabilisiert 2 Stabilisatorröhren (OA2).
Diese Stabilisatorröhren leuchten im Betrieb bläulich/violett. Wenn das
Laufwerk läuft, müssen sie periodisch, im gleichen Takt wie das
Geräusch, das vom Detent Switch erzeugt wird, flackern. Wenn sie das
tun, dürfte der READ OUT - Kreis in Ordnung sein.
sog. Batterietest zum Testen des
Read-Out-Vorgangs: den Cinchstecker vom Impulsverstärker abziehen
und kurzzeitig den Minuspol einer 1,5 V - Batterie mit der Abschirmung
und den Pluspol mit dem Mittelstift verbinden. Dadurch werden alle 200
Musikstücke gewählt. Danach die Leitung wieder anstecken und eine Platte
wählen (um den Scanvorgang zu starten). Der Serviceschalter muß in PLAY
- Position sein. Jetzt müßten der Reihe nach alle 200 Musikstücke
gespielt werden. Wenn das der Fall ist, ist der Read Out - Vorgang
einschließlich Impulsverstärker in Ordnung und der Fehler liegt am Write
In.
-
Impulsverstärker
(SENSE): aus der TORMAT-Einheit kommt ein dünnes Kabel mit einem Cinch-Stecker,
der am Impulsverstärker angesteckt ist. Der Impulsverstärker arbeitet
mit einer 12AX7 - Röhre, die das Thyratron (2050) ansteuert. Die
2050 ist im Prinzip ein Schalter, der die Trip-Spule im Laufwerk
betätigt.
Wenn man
die 12AX7 bei laufendem Laufwerk herauszieht, muß die 2050 aufleuchten,
das Laufwerk muß anhalten und eine Platte spielen. Wenn das nicht
passiert, ist vermutlich die 2050 defekt. Es könnte auch die 12AX7
defekt sein, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist.
Nach der Wahl
fährt der Schlitten ständig hin und her und stoppt nicht mehr - Modelle
mit DCC (Digital Control Center)
Der Suchlauf wird durch die Play Control Unit im Digital Control
Center gesteuert. Das ist ein Schaltwerk mit zwei Spulen und einem
Kontakt. Bei jeder Wahl (bzw. beim Betätigen des entsprechenden
Serviceschalters) zieht eine der beiden Spulen an und schließt den
Kontakt.
So lange der Kontakt geschlossen ist, läuft der Motor im Laufwerk
(Suchlauf, Platte auflegen, zurücklegen oder abspielen). Jedes Mal, wenn
das Laufwerk die rechte Endposition erreicht, wird die zweite Spule in
der Play Control Unit betätigt und stellt das Schaltwerk um einen
Schritt zurück. Nach der zweiten Rückstellung wird der Kontakt geöffnet
und der Motor abgeschaltet.
Es gibt folgende Fehlermöglichkeiten:
-
Eine Sicherung ist defekt
-
Die erste Spule ist
dauernd angezogen. Ursache könnte sein, daß der entsprechende
Serviceschalter in eingeschalteter Stellung klemmt.
-
Das Schaltwerk wird
nicht zurückgestellt. Der Kontakt dafür befindet sich auf dem Sucher
unter dem Tormat. Möglicherweise ist der Kontakt verstellt oder
verbogen oder die Laufrichtung wird zu früh umgeschaltet, so daß der
Kontakt die Schaltrampe nicht erreicht.
-
Das Schaltwerk klemmt
und dadurch wird der Kontakt nicht geöffnet.
Plattenteller
ohne Single dreht sich dauerhaft, es kann nicht
gewählt werden
Das Laufwerk steht vor einem Plattenfach, der
Motor dreht sich kontinuierlich, obwohl keine Single aufgelegt ist.
Diesen Impuls kann ich nicht unterdrücken.
Antwort:
Wenn der Plattenteller läuft und sich abgesehen
vom Motor nichts bewegt, ist das Laufwerk im Abspielmodus (auch wenn
keine Platte im Fach war und daher auch keine Platte aufgelegt werden
konnte).
Um dies zu unterbrechen, genügt es normalerweise, den Tonarm behutsam
ganz in Richtung Plattenteller zu bewegen, damit der Tonarmendschalter
betätigt wird. Man kann auch den den Cancel-Knopf (neben dem
Lautstärkeregler) oder den Cancel-Schalter auf dem Serviceschalterkasten
betätigen, um dies zu unterbrechen. Der Serviceschalter muß dabei in
"PLAY" - Position stehen.
Sollte das nicht helfen, kann der
Abspielmodus manuell beendet werden.
Zu diesem Zweck gibt es neben dem Tonarm, hinter den Kontaktsätzen,
einen Hebel, der anscheinend nichts betätigt. Wird dieser hebel kurz
angehoben, müßte der Abspielmodus unterbrochen werden, der Liftarm in
Ruheposition gehen. Anschließend müßte das Laufwerk wieder hin- und
herlaufen, um die nächste gewählte Plastte zu spielen.
Beim Wählen wir die
derzeit spielende Single unterbrochen und
zurückgelegt
Wenn man eine Wahl drückt, nimmt die Seeburg 222 (Channel) sofort die
Platte, an der der Schlitten gerade steht.
Drückt man während des Abspielens einen weiteren Titel, wird die
laufende Platte sofort unterbrochen und der Schlitten fährt zur nächsten
gewählten Platte. Drückt man wieder, wird gleich wieder unterbrochen
usw.
Das gleiche passiert auch, wenn man einen Titel am Fernwähler wählt.
Antwort:
Das klingt nach einem Massefehler. Die Tormat - Steuerung ist ziemlich
empfindlich in dieser Hinsicht. Es sollte kontrolliert werden, ob der
Cinch - Stecker am Impulsverstärker oxydiert oder beschädigt ist. Die
Kontakte des großen Steckers, der an das Steuerteil angesteckt ist,
sollten gereinigt und mit einem Kontaktspray (z. B. Kontakt 60,
keinesfalls ein Spray von der Tankstelle) oder eventuell Ballistol
behandelt werden, um auch hier eine gute Masseverbindung
sicherzustellen. Es könnte auch einer der Widerstände defekt sein (z.B.
der 56 kOhm).
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